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Methoden | #gutlebendigital

 

#gutlebendigital verwendet bewährte Methoden aus Zukunftsforschung und Organisationsentwicklung, um die kollektive Intelligenz der Teilnehmenden sichtbar zu machen und miteinander zu verbinden. Leitfrage des Prozesses ist: Wie können wir die Digitalisierung so gestalten, dass sie sich möglichst positiv auf die Lebensqualität der Menschen auswirkt? Die gesamte Vorgehensweise haben wir in dieser Studie dargestellt.

Die 1.200 Antworten auf die 4 Fragen der ersten Dialogphase von #gutlebendigital wurden mit Hilfe von 10 Themen aus dem Lebensqualitätsdiskurs strukturiert. Zudem wurden aus den Antworten zwei grundsätzliche Themen sichtbar. In 11 dieser 12 Themenfelder wurden

  1. das aus den Antworten entstanden Bild der wünschenswerten – bewusst positiv fomulierten – Zukunft herausgearbeitet,
  2. mögliche Indikatoren zusammengestellt, mit denen der Weg dorthin vermessen werden kann,
  3. zum Zukunftsbild passende Handlungsempfehlungen für verschiedene Akteure entwickelt und
  4. konkrete Projekte vorgestellt, die die wünschenswerte Zukunft wahrscheinlicher machen können.

Die zweite Dialogphase

Zwischen August 2018 und Januar 2019 haben wir diese Zwischenergebnisse online, auf Veranstaltungen und in bilateralen Gesprächen zur Diskussion gestellt: Ist die Beschreibung der wünschenswerten Zukunft so stimmig, oder fehlen wichtige Aspekte? Sind die vorgeschlagenen Indikatoren sinnvoll und werden sie eventuell sogar schon erhoben? Passen die Handlungsempfehlungen zum Zukunftsbild oder fehlen wichtige Punkte? Gibt es weitere konkrete Projekte, die zum Zukunftsbild passen? Die Antworten darauf flossen in die Überarbeitung der Ergebnisse ein.

 

Methodenkasten

Appreciative Inquiry oder wertschätzendes Erkunden: Die von David Cooperrider und Diana Whitney entwickelte Methode stellt die vorhandenen Stärken und positiven Potentiale in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Zunächst wird erkundet, was wann besonders gut funktioniert hat. Dann wird ohne potentielle Restriktionen eine wünschenswerte Zukunft beschrieben. Aus dieser allgemeinen Vision werden in der dritten Phase konkrete Ziele abgeleitet. Und schließlich wird verbindlich festgelegt, wer was unternehmen wird, um diese Ziele zu erreichen.

Future Search: Die von Marvin Weisbord und Sandra Janoff in jahrzehntelanger Arbeit immer weiter entwickelte Methode der Zukunftskonferenz (Future Search) folgt einem strengen Plan, der sich immer wieder als wirkungsvoll erweist. Hier arbeiten mehrere Interessengruppen (Stakeholder) an einer für alle relevanten Frage. Sie beginnt mit einem Blick in die Vergangenheit, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu ergründen. Dann werden die großen Trends der Gegenwart und ihre Auswirkungen auf die Kernfrage analysiert. Es folgt die Erarbeitung einer gemeinschaftlich geteilten Vision einer idealen Zukunft. Den Abschluss bilden konkrete Maßnahmen für jede Interessengruppe.

Futures Literacy Labs werden von Riel Miller, dem Zukunftsforscher der UNESCO, weltweit eingesetzt. Hier geht es darum, zunächst Erwartungen, Prognosen und Annahmen über die Zukunft sichtbar zu machen (Reveal) und dann die eigene Annahmen an einer anderen möglichen Zukunft zu spiegeln (Reframe). Schließlich werden neue, tiefere Fragen gestellt und die eigene Sichtweise der Zukunft hinterfragt (Rethink). Der Direktor des Zentrums für gesellschaftlichen Fortschritt hat an dem Buch „Transforming the Future: Anticipation in the 21st Century“ mitgearbeitet, das im April 2018 bei Routledge erschienen ist.

Weitere Methoden sind auf der Seite des Zentrums für gesellschaftlichen Fortschritt dargestellt.

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